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Kohlrabi
(Brassica oleracea var.gongylodes)

Der Kohlrabi gehört in die Familie der Kreuzblütler. Wie die meisten Kohlsorten ist er eine zweijährige Pflanze, die im ersten Jahr geerntet wird. Man verzehrt den verdickten Stängel, eine Sprossknolle. Die Erntezeit für Freilandkohlrabi liegt in Mitteleuropa zwischen Mitte Mai bis Ende Oktober.

Anbau im Garten
Kohlrabi hat eine verhältnismäßig kurze Vegetationszeit von acht bis zwölf Wochen und kann sowohl als Vor- wie als Nachkultur gezogen werden. Kohlrabi ist recht nährstoff- und wasserbedürftig, stellt aber weniger hohe Ansprüche als andere Kohlarten. Ihm behagt neutraler humoser Boden.
Unter Vlies oder Lochfolie kann Kohlrabi ab Mitte März ausgepflanzt werden. Wer die Jungpflanzen nicht im beheizten Gewächshaus heranziehen kann, kauft sie auf dem Wochenmarkt oder in der Gärtnerei. Das Wachstum der Pflanzen wird befördert, wenn der Pflanzabstand großzügig ist, 30x30 cm sollten es mindestens sein. Im März gesetzte Kohlrabi haben bis nach den Eisheiligen den Platz auf dem Beet für wärmebedürftige Nachkulturen – Tomaten, Gurken oder Bohnen – frei gemacht, so dass eine großzügige Platznutzung kein Problem sein dürfte. Für Kohlrabipflanzungen ab Mitte April können die Jungpflanzen im unbeheizten Frühbeetkasten oder Gewächshaus ab Ende Februar vorgezogen werden. Direkt ins Freiland kann ab Ende März ausgesät werden. Beim Umsetzen darf man die Jungpflanzen nicht zu tief setzen. Letzter Aussaattermin für die Herbsternte im Freiland ist Ende Juni, wer die Kohlrabis unter Vlies stehen lässt, kann auch noch bis Ende Juli säen. Kleine regelmäßige Düngergaben während der Wachstumszeit bekommen ihm besser, als eine einmalige stärkere Düngung.
Lagersorten wie beispielsweise „Superschmelz“ benötigen eine längere Standzeit und sollten bis Anfang Juni ausgesät und spätestens im Juli an ihren endgültigen Platz verpflanzt werden. Sie eignen sich als Nachkultur auf dem Frühkartoffelbeet.
Kohlrabi benötigen eine regelmäßige Wasserversorgung, damit sie nicht platzen. Es hilft, im Kohlrabibeet zu mulchen, um die Feuchtigkeit konstant zu halten. Hacken Sie vorsichtig zwischen den Pflanzen, um den Boden locker zu halten.
Kohlrabi eignen sich gut dafür, einzeln in Beetlücken, ja sogar ins Staudenbeet gepflanzt zu werden – blaue Sorten sind besonders dekorativ.

Mehr dazu in der Fachzeitschrift "Eisenbahn-Landwirt", Ausgabe 03/2012.

Text und Bild:
Dr. K. Meyer-Rebentisch
(Informationen zu weiteren Gemüsearten
finden Sie unter
www.gemuese-info.de)